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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Warte, Bube!" rief Herr Tobias, als der Frohn mitdieser Meldung zurück kam.Das freche Wort von kaiser-licher Majestät soll dir gelegentlich theuer zu stehen kom-men!" Er setzte sofort ein Protokoll darüber auf. DerBüttel, der seinen Namen nicht schreiben konnte, zeichnetemit tölpischcr Hand drei Krcnze darunter.

Es war im Städtchen kein Gchcimniß, woher des Bur-gcmcisters Haß gegen den Künstler entsprang. Jener erzogin seinem Hanse ein armes, aber sehr reizendes Mühmchcn,das dem Maler ins Auge stach, als er, mit einer ledernenMappe auf dem Rücken, das Land dnrchstrich, um schöneGegenden anfznsnchcn. Da er nun an Kunigundeneine vorzügliche bctrachtcnswcrthc Naturschönhcit fand, soließ er sich auf unbestimmte Zeit in Zicgenbcrg niederund micthctc eine Wohnung, wo er die liebliche Aussichtauf Gnndchcns Nähtisch und Schlafkämmcrlcin hatte.

Anfangs ging alles recht glücklich. Er machte dcmBnr-gemcistcr seine Aufwartung, strich geschickt de» Fuchsschwanz,und schmeichelte sogar mit seinem Pinsel, indem er denHerrn Tobias, stimmt seiner ungeheuren Knotcnpcrückc, sostattlich malte, daß der einfältige Gcwürzkrämcr wie einkluger Staateminister aussah. Das Bildniß war unterBrüdern fünfzig Thalcr wcrth; doch Dietrich nahm keinenPfennig dafür. Dieses Opfer ließ sich der geizige Vaterder Stadt in Gnade» gefallen; allein er merkte bald, daßKunigunde mit Küssen bezahlte. Darüber ward er bär-beißig, und verbot ans der Stelle seinem Cabincts-Malerdas Hans.Und auch Dir," sprach er zu Kunigunden,setz' ich nächstens den Stuhl vor die Thürc, wenn DuDich ferner so wcgwirfst! Wie kann sich ein solcher Menschunterfange», die Muhme eines regierenden Burgcmcistcrszu liebkosen? Maler, Poeten und Musikanten sind ein nn-