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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Sie nahmen ihre Flucht in gerader Richtung über dasschmale Gäßlciu hinüber, flogen dem Burgcmeister ins An-gesicht, und, als er darob znrückfnhr, in die Stube hinein.Er, ein abgesagter Feind ihres Geschlechts, fluchte, stampftemit den Fußen und ballte dem Maler eine Faust; abermit über einander geschlagenen Armen stand der Unbcils-stiftcr ruhig am Fenster und lachte des ungcbcrdigenMannes.

Das war denn ein Majcstätsvcrbrechen, das der stolzeHäuptling von Zicgcnberg nicht ungeahndet lassen konnte.Er schickte »ach dem Nathsfrohn, der mit einem armsdickcnStocke, dem Zeichen seiner Würde, sogleich erschien.Hört!"sprach Herr Tobias,geht stracks zu dem Farbenklcckcr Die-trich hinüber und sagt ihm in meinem Namen: er könneGurken male» so viel er wolle, nur mög' er sich bei sei-ner Obrigkeit keine Gurke zu viel hcransnehmcn. Er sollesich insonderheit, bei Vermeidung harter Pön, der Fliegen-jagden enthalten, immaßcn das Geschmeiß zu mir herüberkomme und meine Gemacher anfülle. Ich, der regierendeBurgcmeister, leide das nicht; das sagt dem Burschen mitNachdruck! Und sollt' er sich mit schnöden Worte» odergar thätlich an Euch vergehen, so nehmt ihn beim Fittichnnd führt ihn in die Frohnfestc!"

Der Nathsdicner entledigte sich des Auftrags mit mög-lichster Grobheit. Es wäre ihm lieb gewesen, wenn sichDietrich an ihn, vergriffen und sich dadurch in die Büt-teln befördert Hütte. Allein er antwortete kaltblütig:Wiekann mir der Herr Bnrgemcistcr verbieten, ein lästigesUngeziefer ans meinem Zimmer zu jagen? Ich werde dasthnn, so oft mir's gefällt, und es kümmert mich nicht, obdie Fliegen, die ich austrcibe, in der Kabuse eines Bett-lers oder im Palaste des Kaisers eine Freistätte suchen."