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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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figc Meldung geschah. Er kam mit einem dcmüthige» Ka-tzenbuckel auf den Zehen getrippelt, drehte sich mit behen-de» Verbeugungen rechts und links, wand sich so, wieeine Schlange, bis zum Stuhle des Herrn von Finken-bnsch, blieb da stehen, zog ein Papier ans dem Busen undhielt cs entfaltet in der Hand. Der Edelmann ward roth,sobald er den Israeliten über die Thürschwclle schreitensah) er stellte sich aber, als wenn er ihn nicht bemerke,und setzte mit anscheinender Gcmüthsruhc sein Gesprächmit Lottchcn fort. Ezechiel stand fünf Minuten, ohne einenLaut von sich zu geben. Er machte nur Bückling aufBückling, und rückte zugleich mit dem Papiere immer wei-ter vor, bis er dem Finkenritter so nahe vor den Augenwar, daß er schlechterdings davon Kenntniß nehmen mußte.Er wandte sich rasch und fragte:Was gibt's?"

Ein Wcchselchen, ein verfallenes, gnädiger Herr!" sagteder Jude.

Verdammter Mansche!!" rief der Ritter.Ist hier derOrt zu solchen Geschäften? Das Geld liegt längst aufmeinem Gute bereit. Warum kamst du nicht?"

Halten Sic mir's zu Gnaden !" versetzte der Jude.IchHab' Sie gesucht wie eine Stecknadel"

Das ist eine unverschämte Lüge!" fiel Herr von Fin-kenbusch ein, und schalt und prahlte in einem Athem fort,daß Ezechiel nicht wieder zum Wort kommen konnte.

Lottchcn sah während dieses Auftritts vor sich niederund kritzelte mit der Gabel auf den Rand des zinnernenTellers den Namen Ewald, wie noch heutiges Tages imGasthofc zum goldenen Löwen zu sehen ist.

Je mehr der Ritter auf den Juden loswctterte, je mehrnickte der Hofrath ihm Beifall zu.

Her: von Finkcnbusch zog nach und nach gelindere Sai-