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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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tcn auf und sagte:Höre Zechcl, du bist sonst ein Mensch,der Lebensart versteht; darum kann ich mir nicht vorstel-len, daß du mir aus eigener Bewegung den Streich spiel-test, mich hier in der Mitte schätzbarer Freunde mit einerMahnung zu überfallen. Gesteh, wer reizte dich dazu an?Ich schenke dir einen Louisd'or, wenn du mir stehende»Fußes den Nichtswürdigen nennst!"

Er warf den ausgcsetztcn Preis auf den Tisch. Undwie ein Vogel, dem man Futter vorstrcuct, mit den Fitti-chen flattert, so bewegte der Jude freudig die Arme. SeineAugen wurde» größer nnd feuriger, die Lippen zitterten,als wollten sic sprechen, nnd mit lüsterner Verlegenheitsah er bald das Goldstück, bald den Hofrath an.

Ich weiß, was ich wissen wollte!" sprach Herr vonFinkcnbusch mit einem wilden Blick über den Tisch hinüber.Spitzkopf entfärbte sich. Ezechiel griff nach dem Golde.Halt!" sagte der Ritter:das Geld ist nicht verdient.Du hast mir den Aufhctzer nicht genannt; nur deine Au-gen vcrricthen ihn. Geh' zum Teufel!"

Der Jude wollte sich mausig machen; aber der Finkcn-rittcr sprang auf, ergriff einen Stock und prügelte ihn zurThür hinaus.

Von diesem Geschäfte zurückgekommcn, sprach er mitkaltem Ernst:Herr Hofrath, ich erwarte Sie morgenfrüh um sechs Uhr auf der Gränze unserer Güter mitPistolen!"

Bewahre mich der Himmel! wie kam' ich zu dieserFehde?" rief Spitzkopf, starr nnd bleich.

Ihr Gewissen antworte!" versetzte Herr von Finkcn-busch.Ich will nicht Worte, sondern Kugeln mit Ihnenwechseln!"

Aengstlich sah der Hofrath an der Reihe der Tischgenos-