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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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emen Eimer voll Wasser auf die Köpfe »nd schlug sicdamit in die Flucht. Schimpfend fielen jetzt des Leinwe-bers Bundesgenossen mit Fäusten und Stöcken über ihnselbst her, weil er sic in ein so schlimmes Bad geführthatte. Andere Leute kamen dem überwältigten Manne zuHülse. Jeder Augenblick vermehrte die Zahl der Kämpfer.Einer schlug ans den andern, ohne daß er wußte, warum.Das Getümmel wälzte sich die Straße hinab und hinauf;alle Marktbude», die im Wege standen, wurden nmgcstürzt;ein allgemeiner Stadtkrieg war im Ausbruch. Doch zumGlück erschienen die Gcrichtspcrsonc», die Thomas zurHaussuchung herbcigerufcn hatte, mit rühmlicher Eilfer-tigkeit ans dem Kampfplätze und geboten Frieden. DieStreiter gingen, thcils lachend, theils fluchend auseinander.

Nun schritt man zur Haussuchung. Aber die heiligeJustiz kehrte, nach ihrer alten Gewohnheit, nur gegen dieArmen das Rauche heraus, und war glatt und geschmeidiggegen die Neichen. Jene mußten alle ihre Bündclchcnund Kobcrchcn bis auf den Grund durchwühlcn lasse»;doch des Hosraths großer Koffer, wo der Hund begrabenlag, blieb unberührt. Folglich ward Herr Nannnel ansseinem Nothstandc nicht gerettet, und mußte noch die mitSünden verdienten Gcrichtskostcn bezahlen.

Der christliche Löwcnwirth, der gern den Nackten kleidenwollte, ging zu den drei dicksten Männer» der Stadt undersuchte sic um Darleihung dessen, was Jenem gebrach.Willfährig reichten sie ihm die Zierden ihres Klciderschranks,mit welchen sic znm Theil am Traualtar geprunkt hatten;allein Herr Rammcl konnte von diesen Prachthüllc» keinenGebrauch machen; er zersprengte sic sämmtlich bei der An-probe. Nun rief man einen Schneider herbei, der vonder ganzen Stadt, wegen seiner Geschwindigkeit im Arbei-