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ten, der Hexenmeister genannt ward. Er sollte das ent-wendete Kleidungsstück durch ein neues ersetzen und inner-halb einer Stunde damit fertig sepn. Als sich ihm aberder nothhaftc Mann zur Ausmessung vorstclltc, gestandder Zauberer offenherzig, daß er bis zum späten AbendZeit brauche, um ein Werk von solchem Umfange zu lie-fern. Doch erbot er sich scherzhaft, eine halbe Webe Lein-wand, in gehöriger Form, aber mit fliegender Nadel, zu-sammcnzunähen und in einer Stunde damit aufznwar-tcn. Dieser Vorschlag ward, in Ermangelung eines bes-sern, angenommen, und bald kam noch andere Hülfe.Der regierende Bürgermeister, dem die Natur ein mitlei-diges Herz und die standesmäßigc Dicke und Breite gege-ben hatte, übersandte seinen kostbaren seidenen Bräutigams-Schlafrock, der von so wohlthätiger Weite war, daß sichsogar Herr Rammcl doppelt darein wickeln und seine Blößerecht anständig bedecken konnte.
So häuslich bekleidet und ritterlich dazu gestiefelt undgespornt, gab er seinen Freunden ein herrliches Frühstück.Wer aber nur jemals de» ängstlichen Traum hatte, daßer sich im Schlafrock, oder mit der Nachtmütze in einergroßen, festlich geschmückten Gesellschaft befinde, der wirdungefähr beurthcilen können, wie dem Ehrenmann zu Muthewar. Er wußte sich vor Verlegenheit nicht zu fassen, unddas Gespött seiner Nebenbuhler trieb ihn noch mehr indie Enge. Lottchcn war in dieser peinlichen Stunde fürihn verloren. Er wagte nicht, sich ihr zu nähern oder einWörtchen a» sie zu richten. Auch ihm wichen ihre Augen,die ein innerliches Lachen nicht ganz vcrlängncn konnten,sorgfältig aus, ungeachtet der entlehnte Schlafrock, der einengroßen, bunten Blumengarten darstrlltc, schon an und fürsich verdient hätte, mit Wohlgefallen betrachtet zu werden.