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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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mein Glaube hat sich bewahrt! Die alte Spinnerin hatmir Jammer gesponnen!" Er erzählte hierauf das Unglückder Nacht und des Morgens.

Thomas, ein Feind von unnützen Worten, stieß einenkurzen Fluch ans, schoß wie ein Pfeil die Treppe hinabund setzte mit möglichster Geschwindigkeit de» Gasthof inBclagerungsstand. Er verschloß eigenmächtig Pforten undThürcn, stellte einige derbe Kutscher, mit welchen er Abendszuvor Brüderschaft getrunken hatte, als Schildwachcn da-bei an, ging dann zum Löwcnwirth und sagte ihm: csscy ein wichtiger Diebstahl geschehen, der eine gerichtlicheHaussuchung schleunig erfordere.

Der Wirth hätte sich lieber gleich mit dem Bratspießedurchbohrt, als daß er im Laufe weniger Stunden dieEhre seines Hauses doppelt verletzt sehen mußte. Um dieärgerliche Geschichte nicht öffentlich kund werde» zu lassen,erbot er sich, das gestohlene Gut zu bezahlen. Aber Tho-mas entgcgnctc: das helfe nichts, weil sein Herr in kurzerFrist bekleidet erscheinen müsse, uno seine Blöße weder mitharten Thalcrn noch Staatspapicrcn bedecken könne. Hier-auf lief er selbst zum regierenden Bürgermeister undmachte die Sache anhängig.

Die Krämer, die sich im Nachen des goldenen Löwenbefanden, wollten rasend werden, daß sic nicht hinauskonnten, um ihre Buden zu öffnen. Sic rotteten sich zu-sammen und griffen die Schildwachcn thätlich an- Diesewehrten sich mit Stallbcscn und Peitschen und behauptetenihre Posten. Ein vorwitziger Leinweber bekam die kräftig-sten Hiebe. Erbost sprang er durch ein Fenster auf dieGasse, wiegelte eine Schaar gemeines Volk auf und un-ternahm einen Sturm auf das Hanptthor. Aber ein Dutz-brndcr des Reitknechts goß de» Stürmern von oben herab