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aber die Anne sinken, duckte sich nieder und wandelte mitgebogenen Knien, so ward er ein dicker Zwerg, der einenSchweif von sechs Ellen hinter sich her schleppte.
Nach Mitternacht, da sich kein Laut im Gasthofc mehrregte, schlich er als Gespenst aus seiner Klause hervor,ging auf den Zehen zu Rannncls Schlafstube, legte dasOhr an die Thür, und hörte mit Vergnügen, daß zweiNasen um die Wette musicirtcn. Behutsam öffnete er nundie Thür mit einem Nachschlüssel, und trat in die mond-helle Stube. Seine Falkcnaugen suchten sogleich Rammelshirschlcdcrnc Beinkleider. Sic lagen groß und breit aufZwei Stühlen. Schnapp! hatte er sic weg, und verbargsie unter den Spukmantcl. Dann trat er ans Bett ihresHerrn, rüttelte ihn aus dem Schlafe, machte sich bald zumRiesen, bald zum Zwerge, und heulte wie eine Rohrdom-mel: „Ich bin die abgeschiedene Seele deiner getreuen AnneLiese."
Herr Rammcl fuhr wie ein wilder Eber, den bellendeRüden in seinem Lager überfallen, aus den Federn empor,sah den Mummet zu seinen Häupten, sprang mit demStoßseufzer: „Alle gute Geister loben Gott, den Herrn!"aus dem Bette, und riß und stieß, von dem Gespcnste ver-folgt, die Thür der Ncbcnstubc auf, um zu seinen Nach-barn zu flüchten. Sie erwachten und glaubten, es brä-chen Räuber ein. Entschlossen feuerte der Fiukcnritter eineblind geladene Pistole ab. Das Gespenst machte sich ausdem Staube, während Rammel, durch den Schuß vonneuem erschreckt, Gerhards verschlossenes Gemach wie einMauerbrecher erstürmte. Schloß und Riegel wichen seinemgewaltsamen Anprall; er fiel mit der Thür ins Zimmer,warf eine hohe, die Ruhestelle des Ehepaares umgebendespanische Wand um, raffte sich schnell wieder auf, stürzte