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fich in blinder Angst ans Lottchcns Bett, nnd wollte sichunter die Decke verkriechen. Schreiend kämpfte das keuscheMädchen dagegen. Der Vater kam ihr eilig zu Hülfe.Er kannte bis jetzt den eingcbrochcncn Gast noch nicht;als er ihn aber ergriff, um ihn von der unschicklichen Frei-stätte wcgzurcißcn, da verricth ihm die seltene Wohlbclcib-heit, die er in die Hände bekam, daß er niemand andersals den Nachbar Nammel gefaßt habe. Er schob ihn vorallen Dingen ein wenig unsanft ans dem Zimmer, warfsich in seinen Schlafrock, und eilte znr Untersuchung derwunderbaren Geschichte.
Indessen hatte der Schuß das ganze menschcnvollc Hausin Bewegung gebracht. Männer, Weiber und Kinder,meistens im blanken Hemde, drängten sich herbei. Hof-rath Spitzkopf war nicht der letzte. Er kam, mit der Mieneder ängstlichsten Neugier, in einem seidenen Kaftan gelau-fen und überschrie Alle mit der Frage, was für ein Un-glück geschehen scp.
Der Pfarrer, der seinen braunen Regenmantel geschwindumgeworfen nnd die Perücke etwas schief aufgesetzt hatte,vertrat der andringcndcn Menschcnherdc die Thür undsagte: „Gehen Sic unbesorgt, meine wcrthestcn Anwesen-den zu Ihren Ruheplätzen zurück! Es ist durch einen Zu-fall, den wir uns selbst noch nicht erklären können, einbloß mit Pulver geladenes Gewehr losgegangen, hat aber,dem Himmel sey Dank! niemanden ein Haar gesengt. Wiralle, die hier frcundnachbarlich schlafen, sind frisch undgesund."
Das Volk entfernte sich schweigend. Selbst der Gast-wirth, so verdrießlich ihm auch der nächtliche Tumult war,unterstand sich keiner weitern Nachforschung, um seine vor-nehmen Gäste nicht zu beleidigen. Aber diese versammel-