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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
211
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Siebentes Kapitel.

Das Gespenst.

Nach Tische lud Herr Rammet, um dem Doktor nichtuachzustchcn, die Gesellschaft aus den folgenden Morgenfeierlich zum Frühstück ein. Hierauf wurden die Nacht-quartiere bezogen. Es mußten, da cs an Raum gebrach,zwei und drei Personen, jedoch in gesonderten Betten, bei-sammen schlafen. Die dazu bestimmten Gemächer stießenan einander. Ins erste vorn au lagerte sich Herr Ram-me! mit dem Pfarrer seines Dorfes, der noch spät ange-kommcn war, um den Markt, der zwei Tage dauerte, zubesuchen. Im nächsten Zimmer mußten sich der Doktorund der Ftnkcnritter, ungeachtet sie über Tische uneins ge-worden waren, mit einander vertragen. Das dritte Ge-mach nahm Gerhard mit den Seinigen ein. Der Hoftatherbat sich vom Wirth ein abgelegenes Hinterstubchen, un-ter dem Vorwände, daß er einen sehr leisen Schlaf habeund durch das Straßengctümmel in seiner Ruhe gestörtwerde.

Aber der eigentliche Zweck dieser Absonderung war einSpuk, den er dem abergläubischen Nammcl spielen wollte.Er hatte dazu ein großes, blendend weißes Tuch mitgcbracht,und sich schon zu Hause geübt, es zu einer schrcckbarenMummerei zu gebrauchen. Wenn er sich darein hüllt?und cs mit seinen langen ausgestreckten Armen über denKopf hob, erschien er als ein gewaltiger Riese; ließ er