Druckschrift 
2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
201
Einzelbild herunterladen
 

Sieh, dort steht sic noch und glupt uns an!" sagteRammet.

Warte, du Unhold!" schrie der Knappe, gab seinemGaul die Sporen, und verfolgte mit knallender Peitschedie fliehende Hercngcstalt, die sich geschwind in ein Dickichtwarf, wo er ihr zu Pferde nicht beikommen konnte. Erwollte absißcn, um sic zu Fuß anzugrerfen z doch er sahseinen Gebieter heimwärts reiten, und das konnte er nichtgeschehen lassen, weil er seinem Mädchen ein seidenes Bandund einen Pfefferkuchen in der Stadt zu kaufen verspro-chen hatte. Fluchend jagte er zurück, fiel dem Schimmel,in den Zügel, und zwang so, mit Beihülfe kräftiger Worte,seinen muthlosen Herr», die Marktreisc fortznsctzcn.

Als die Reiter vorüber waren, kroch Spitzkopf aus demVersteck hervor, eilte zu seinem Wagen, und fuhr im schärf-sten Trabe nach der Stadt, um dort die vorhabcnden Ränkezu spielen, und besonders den Herrn Nammcl dafür zustrafen, daß er seinem Stallknecht mehr als der warnendenSpinnerin gehorcht hatte.