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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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ii » t t c s Kapitel.

Der Marktschreier.

Gegen Mittag waren alle Freier im goldenen Löwenversammelt; und wie sich »in einen Planeten seine Tra-banten bewegen, so umgaben Jene ihre Sonne, die zwarbisweilen aus Traucrwolkcn hervorlächcltc, aber keinenihrer Anbeter mit Liebes- und Hoffnungsstrahlen erfreute.

Der Hofrath verbarg sorgfältig den Schalk im Busen.Er war gegen seine Nebenbuhler ganz Freundschaft, ganzErgebenheit, büßte und umarmte einen »ach dem andern,sagte jedem etwas Angenehmes, und unterhielt sich sogarmit dem ihm besonders verhaßte» Dicken eine halbe Stundelang von der Kälbcrzucht.

Vater Gerhard, dem gleich bei seiner Ankunft ein vor-thcilhastcs Geschäft glückte, ward dadurch heiterer und ge-selliger, als er es tu der Regel zu sehn Pflegte. Erin Gasthöfcn gewöhnlich auf seinem Zimmer; doch diesmalließ er sich überreden, an der öffentlichen Wirthstafcl zuspeisen. Die Freier bemächtigte» sich der Plätze in Lott-chens Nachbarschaft. Einige andere Gäste, die sich da schonniedergelassen hatten, mußten den Bitte» der Zudringlichenweichen. Doch nur der rasch unternehmende Finkenrittcreroberte einen Stuhl neben Lottchcn. An der andern Seitesaß der Vater, und natürlicher Weise hatte niemand dasHerz, ihn um Abtretung seiner Stelle zu ersuchen.

Die Gesellschaft war fröhlich und guter Dinge. Der