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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Viertes A a p i t e i.

Die WegcNigerimg.

Aber was half dem Hosrath der Tobtschlag des Bräuti-gams ? Er gewann damit keine gegründete Hoffnung, diehinterlasscnc Braut zu erben. Jene drei Mitwcrbcr mach-ten nun desto mehr Ansprüche, und zeigten sich fleißigerals jemals in Wcidcnbach. Aber sic thciltcn insgesammtmit dem Hofrath den Verdruß, daß sich die traurendcHalbwittwc so oft als möglich ihrer Gesellschaft entzog.Sie wurden gewöhnlich ins Tabaksstübchen des Amtsvcr-waltcrs geführt, und die Frauenzimmer ließen sich entwe-der gar nicht oder nur ans Augenblicke dort sehen.

Es war daher den sämmtlichcn Herren, die, wie derFabclkönig Jrion, statt der geliebten Inno nur dicWolken des Schmanchzimmcrs umarmten, äußerst ange-nehm, daß während dieser betrübten Zeit in einer nahenMittelstadt ein Jahrmarkt cinficl, der von der ganzen um-liegenden Landschaft wie ein heiliger Wallfahrtsort be-sucht ward, und auch dicßmal von Lottchcn und ihrenAcltcrn nicht versäumt werden sollte. Kaum hörten dasdic Freier, so entschlossen sic sich ebenfalls zur Hinreise,und sandten Eilboten in dic Marktstadt, »m sich im Gast-Hofe zum goldenen Löwen, wo Gerhard gewöhnlich absticg,eines bequemen Unterkommens zu versichern. Aber dreiderselben ahnten nicht, daß der vierte damit umging, siedort vor Lottchcns Augen zu beschämen und lächerlich znmachen.