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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Dicse Tödtnng unternahm sein sogenannter Kammer-diener Fuchsbalg, ein listiger Gauner, der in der wei-land beherrschten Grafschaft, als Kundschafter und Ange-ber, gute Dienste geleistet hatte. Er verschaffte sich einenalten Soldatcnrock, schnitzte sich Krücken, umhüllte dieBeine mit dicken Binden, und humpelte so eines Abends,indem die Enlcn und Fledermäuse ansflogcn, in GerhardsHans. Aechzcnd bat er, als ein zum Krüppel geschossenerVatcrlandsvcrthcidigcr, um eine Gabe. Die Familie'ver-sammelte sich um ihn, und er log, als wenn es gedrucktwäre. Er war bei allen Gefechten nnd Schlachten, die eraus den Zeitungen richtig anzugebcn wußte, mit imKampfe gewesen; endlich aber hatte eine Kartätsche seinenHcldcnthatcn ein Ziel gesetzt.Ach! meine wcrthestmHerrschaften!" fuhr er fort,das war eine fürchterlicheSchlacht! Tausende wurden vor meinen Augen niedcrge-schmcttcrt! Mir zur Seite fiel unter andern ein junger,liebenswürdiger, tu hiesiger Gegend wohnhaft gewesenerManu, den Sic wohl kennen werden : er hieß Ewald."

Und als er diesen Namen aussprach, sank Lottchcn ohn-mächtig zu Boden. Bestürzt Hobe» die Eltern sie auf undbrachten sic in ihr Zimmer. Der Vater eilte zurück, ver-hörte den Uuglücksbotcn genau, erhielt einen umständlichenBericht, der alle Zweifel entfernte, und entließ den Gau-dieb mit einem Geschenke.

Als Lottchcn wieder zu Sinnen kam, entdeckte sie denEltern, daß sic den wackcrn Ewald geliebt und sich amTage der Scheidung mit ihm verlobt habe. Die gutenAlten tadelten mit sanften Worten die Heimlichkeitdieser Verbindung, der sie kein Hindcrniß in den Weggelegt hätten, weil Ewald ganz ein Mann nach ihremHerzen war.