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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Allein sic liebte ihn nicht, und die Eltern tadelten an ihm,daß er kein guter Wirth sep. Nur sein alter Adel stachder Mutter in die Augen. Sie hätte gern, Lei vortheil-hastcrn Umständen, ihre Tochter zu einer Edelfrau er-hoben.

Ein anderer Verehrer des lieben Mädchens war DoktorSchnurrpfcifer, der seine ärztliche Laufbahn als Pickel-häring eines Marktschreiers begonnen hatte. Er war fünf-zehn Jahr alt und vater- und mutterlos, als er einst mitseinen Gesellen auf einem öffentlichen Platze spielte undeinen kurz vorher gesehenen Harlekin nachäffte. Da riefihn ein fremder Mann, der mit einer großen Perücke auseinem Gasthofc heraus sah, zu sich herauf und sagte:Knäblein, du hast Anlage zum Posscnspiel! Willst du mir,dem weltberühmten Doktor Kalterscllo, als lustige Per-son dienen?" Die Sache ward richtig. Der jungeHanswurst zog mit seinem Herrn einige Jahre lang vonMarkt zu Markt, lockte mit seinen Schnurren viel Volkan die Bühne und lernte selbst ein wenig quacksalbern.Söhnlein!" sprach eines Tages Kalterscllo,mein Eifer,der leidenden Menschheit zu dienen, spornt mich nach Ame-rika. Dort wüthct das gelbe Fieber, das Niemand alsich bändigen kann. Ich habe einen Blasebalg erfunden,womit ich über das atlantische Meer blasen und alle diekleinen giftigen Thicrlcin in der Luft tödten will, die jenePestilenz erzeugen. Ich verspreche mir eine königliche Be-lohnung, und es soll auch dir an Glück und Ehre nichtmangeln, so du mich über's Meer begleitest." Schnurr-pfcifcr hatte dazu keine Lust; er blieb in Deutschland.Aber Kalterscllo schiffte wirklich nach der neuen Welt, unddie Zeitungen meldeten vor ungefähr zwanzig Jahren ausPhiladelphia, daß er sich dort durch einen öffentlichen An-sämniil. Schr. VI. Bo. 13