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schlag zur heilbringende» Handhabung seines Blasebalgescrbotcn habe. Der dienstlose Possenreißer fand indessenGönner nnd Wohlthätcr, die sich seiner annahmen. Sieließen ihn Medicin studircn, und er ward ein halb nndhalb geschickter Arzt. Als solcher ging er im Hanse desAmtsverwaltcrs aus nnd ein nnd verliebte sich in Lottchcn.Er hatte gelesen, cs scp irgendwo ein uraltes Denkmalaufgefunden worden, dessen Inschrift melde: daß ein ge-wisser Herrnippus, ein Römer, durch den Auhauchjringer Mädchen sein Leben ans Einhundert und fünf-zehn Jahre gebracht habe. Dieses anmuthrgc Hausmittelgefiel dem Herrn Doktor besser als alle andere, die H u-felands Werk über die Kunst, das menschliche Lebe» zuverlängern, empfiehlt. Er lechzte deshalb nach LottchcnsKüssen. Aber das harte Mädchen versagte ihm die süßeArznei, so oft er sic cinnehmcn wollte.
Das Kleeblatt der Freier schloß der RittergutsbesitzerRammel, ei» stammhafter Mann, der in der Dicke sei-nes Körpers eben so ausschweiste, als Spitzkopf in derMagerkeit. Ein gewöhnlicher Stuhl war ihm zu schmal;er schob, wo es sich thnn ließ, drei zusammen, setzte sichaus den mittelsten, nnd deckte und belastete zugleich diehalbe Breite der Nebengehülfen. Er war er» tüchtigerLandwirth, lebte ganz seiner» Fache nnd hatte sonst fürnichts Sinn und Gefühl. Einsmals freute sich Lottchenüber den Gesang einer Nachtigall, und fragte ihn, ob ernicht auch Vergnügen dabei empfinde. „Nee, Mamsell!"sprach er lachend: „ich höre lieber meine Ochse» brüllen."— Seine schwächste Seite war der Aberglaube. Ein al-les Buch, die gestriegelte Rocke »Philosophie,wäre für ihn, wenn er außer dem Wirthschastskalenderetwas hätte lesen wollen, ein erbauliches Werk gewesen.