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»nd zog in die Häuser und Schlösser, wo es ihm wohlging, mit seinen zwei Rossen und seinem reisigen Knechtezu oft ein. Das wurden die gutmüthigsten Leute zuletztüberdrüssig und behandelten ihn kalt. Andere ließen sichvor ihm vcrläugnc», oder wohl gar, wenn sie ihn kommensahen, den Thorweg verschließen. Kurz, er ward, als einlästiger Krippcnrcitcr, überall bekannt und verächtlich, undmußte an vielen Orten, wo er auf dem herrschaftlichenSchlosse hoch zu schmausen gedachte, mit schwarzem Brodund saurem Bier in der Schenke fürlicb nehmen, weil erkeine bessere Kost bezahlen konnte.
In dieser schweren, betrübten Zeit that ihm ein gewis-ser Edelmann, der die meisten Dinge m der Welt anseinem schiefen Gesichtspunkte ansah, einen seltsamen Vor-schlag. „Sie wissen," sprach er, „daß Deutschland jetzt mitdem Gedanken schwanger geht, dem Doktor Luther einDenkmal zu errichten. Die Idee ist groß, aber die Bei-träge, die bis jetzt dazu einliefcn, waren klein, »nd kamenso einzeln, wie im Frühjahr die Schwalben. Wenn dasso fortgcht, bricht der jüngste Tag herein, che die Sachezu Stande kommt. Ich intcrcssire mich lebhaft dafür, undhätt' ich nicht Weib und Kinder und eine wcitläuftigeWirthschast, die meiner Aufsicht bedarf, so setzt' ich michnoch heute zu Pferde und durchzöge das deutsche Reichvon einem Ende bis zum andern, um Enthusiasmus zuerwecken und Beisteuern zu sammeln. — Das war' einWerk für Sie, Herr von Pampcl! Sie können sich dadurcheinen unsterblichen Name» erwerben und ein reicher Mannwerden. Ich garantirc Ihnen von der Summe, die Siczusammcnbringen, zehn Proccnt, und freie Zehrung aufder Reise." —