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Abcr er widersctztc sich ihren Bemühungen mit Gewalt,entriß sich ihren Händen, rannte die Bodentreppe hinaufund kroch ins Hcn. Geltende verfolgte ihn mit Bittenund Beschwörungen, sich nicht zn entehren und der Ver-achtung und Schande Preis zn geben. Alles vergebens!Er arbeitete sich immer tiefer in den Heuhaufen hineinund antwortete nicht.
Da die wackere Marketenderin sah, daß sich durchauskein Fünkchen Muth in ihm anfachcn ließ, eilte sie wiedervom Boden herunter »nd entschloß sich, die Ehre der fei-gen Memme mit eigener Lebensgefahr zn retten." „Blaf-fers," rief sic, „laufen Sic geschwind in den Stall undlassen Sie des Majors Dienstpferd satteln! Ich will's fürihn besteigen, — ich kann reiten wie ein Husar — undalle Welt soll mich, mit Hülfe der Nacht und seiner Klei-der, für ihn ansehn. Das ist der einzige Weg, den schwa-chen Mann bei Ehren zn erhalten. Schwören Sic aber,daß Sic ihn nicht vcrrathen wollen!" —
Blasiert schwor, betrieb das Satteln, und nach fünfMinuten stand das Pferd vor der Thür. Indessen hattesich Gcrtrndc schon gestiefelt und gespornt, des MajorsUniform über ihre Kleider gezogen und den Säbel umgc-schnallt. Sic verhüllte sich vom Kopf bis zn den Füßenmit einem großen Reilcrmantcl, drückte den Officiershuttief ins Gesicht, und stieg, mit so glücklicher Nachahmungder Unbchülflichkcit des Majors, zn Pferde- daß selbst derReitknecht seinen Herrn nicht vermißte.
Mittler Weile hatte sich, durch Trompeten und Trom-mel» geweckt, die Kompagnie gestellt und wartete nur aufihren Anführer. Da kam Gcrtrndc gesprengt, setzte sichan die Spitze und kommandirte mit einer fetten Baß-stimme : „Marsch!" Der Zug ging vorwärts; der Aster-