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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Major brüllte wie ei» Löwe; mehrere Truppen strömtenaus den nächsten Gegenden herzu und schlossen sich an denVortrab an. Das feindliche Corps sah seine Absicht, dieDeutschen in ihren Quartieren zu überfallen, verfehlt undzog sich eilend zurück. Einige französische Soldaten, diesich in der Dunkelheit verirrt hatten, gcricthcn unter dieMannschaft, die das Hcldenwcib tapfer anführte und ga-ben sich, ohne einen Schuß zu thun, gefangen.

Siegreich, und von jedermann für de» Major Pampclgehalten, kehrte Gertrnde zurück. Es war aber ein Glückfür sie und ihren Freund, daß der Vorfall nicht länger ge-dauert hatte; denn der Morgen dämmerte schon. Sie eiltevom Pferde auf de» Heuboden.Wer kommt denn?" ricfsängstlich aus einem Schober.Die ganze französischeArmee!" donnerte sie, und marschirtc mit so kräftigen Sol-datcnschrittcn auf de» belebte» Heuhaufen loö, daß dieHütte unter ihr bebte.

Pampcl, der von ihrer Verkleidung und Hcldcnthat nochkein Wort wußte, war bei diesem Getöse fast des Todes undverkroch sich ins tiefste Heu. Sic mußte ihn mit ihrer natür-lichen Stimme hcrvorlockcn. Da wagte er sich denn ausseinem Versteck, und lächelte scclcnvergnügt, als sic mitlauniger Prahlerei, an den Degen schlagend, den Sieg be-richtete, de» sie unter seinem Namen erfocht. Sic gabihm mm seine Montirnngsstückc zurück, und bat ihn drin-gend, sich auf der Stelle dienstmäßig zu kleiden, damitnicht etwa die Nachtmütze noch an ihm zur Vcrräthcrinwurde. Er folgte, und that sehr klug; denn als er gestie-felt und gespornt die Bodentreppe herunter stieg, kamenihm schon einige Osficierc entgegen, die thcils Rapportebrachten, thcils ihn über seine Tapferkeit bckomplimcntir-ten.Keine Lobsprüche, meine Herren!" war seine Ant-