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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
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Da man ihm nicht ins Herz sehen konnte, galt er, alser seine nenc, reich mit Gold gestickte Uniform ans demLeibe hatte, für einen rüstigen Helden. Er trug sich somartialisch, und setzte besonders seinen großen Trcfscnhut,den ein ungeheurer Fcdcrbnsch krönte, so schief anfS rechteOhr, daß man hätte schworen sollen, er müsse das Or-gan der Ranfbcgicrdc in einem seltenen Grade be-sitzen. Ans der Wachparadc war er ei» ganzer Mann.Er ließ sich die Mühe nicht verdrießen, alle Soldatcnzöpfenach der Reihe mit einem eigens dazu verfertigten Mu-sterstabc ansznmessen, »nd er war im Stande, über einennicht blank genug geputzten Kamaschcnknopf eine halbeStunde zu fluchen.

Aber was half ihm dieser Ordnnngseifer ? Seine Kom-pagnie behielt dennoch ein jämmerliches Ansehen; denn erkonnte mit seinem Richtstock kein Säbclein gerade machenund durch Flüche nicht die Berge versetzen, die sich mitun-ter ans dem Rücken seiner Mannschaft befanden. Dasganze Corps, so klein cs war, bildete gleichsam eine Prv-bcsammlnng aller Mißlaunen der Natur, die sie hier undda am menschlichen Körper ausläßt; und konnte man aucheinen und den andern dieser armen Wichte nicht geradezueinen Krüppel nennen, so war er wenigstens, als Soldatbetrachtet, ein Zwerg. Eine solche bewaffnete Gesellschaftvon Buckligen und Lahmen würde freilich gegen die preu-ßische Garde wunderlich abstcchcn; allein der Fürst wolltedie gesunde Blüthc seines Volks schonen, stellte daher ande» Granzcn Werber an und ließ jeden Vagabunden ent-nehmen , der nur irgend das Gewehr tragen konnte undfür ein gutes Handgeld freiwillig Lust hatte, sich mit denFranzosen hcrnmzuschlagc» oder vor ihnen zu laufen.Meine hnndcrtundfünfzig Mann," sagte der Fürst,retten