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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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doch Deutschland nicht, wenn sic auch insgcsammt Niesenwären."

Der Herr Major verschob cs so lange als möglich, seinHäuflein in marschfertigen Stand zu setzen. Er hatte im-mer, wenn der Fürst Aufbruch befahl, eine Menge Aus-flüchte und Entschuldigungen in Bereitschaft; denn er hofftevon einem Tage zum ander», daß ein Friedenskonricr an-kommen sollte. Dagegen aber traft» wiederholte kaiserlicheAnmahnnngöschrcibcn ein, das Kontingent ohne längeresSäumen ins Feld zu stellen. Der Fürst, durch die ewigenWinkelzuge seines Heerführers ermüdet, befahl ihm nunmit Strenge, sich schleunig zum Marsch zu rüste» und ihninnerhalb drei Tagen, bei Vermeidung der Kassation undFcstnngöarrcstcs, anzntrcten. Da war nun nichts weiterzu machen; man mußte fort.

Der Proviantwagen des Majors war ein schenswür-Liges Stück. Unter allen beweglichen Magazinen dieserArt glich ihm kcins an Größe und Vollständigkeit. Daßer ans beiden Seiten mit Kästchen versehen war, in wel-chen eine große Volksmenge gackernder Hühner und schnat-ternder Enten und Gänse die Reise mitmachtc, das ver-steht sich, als etwas Gewöhnliches, von selbst; aber diedarin blöckcndcn Kälber und Hammel waren keine so ge-meinen Passagiere. Der Wagen enthielt mit Einem Wortealle eßbaren Thierc so gut, als die Arche Noä; nurdas Geschlecht der Schweine war nicht lebendig vorhanden.Seine Stelle vertraten aber zahlreiche Schinken und Würste,die an de» Außenwänden des Wagens nebst verschiedenenFlaschcnfnttern und Speisckörbc» hcrnmhingcn, weil sicim inner» Raume nicht Platz hatten. Oben ans der Deckewaren Betten, ein Kanapee und ein Großvatcrstuhl auf-gcpackt.