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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Passagiere stiegen noch auf, »nd darunter waren ein PaarBürger nnd Meister, die dem Herrn von Pampcl an Ge-wicht wenig »achgabcn. Sie nnd die übrigen Wagcngc-nossen warfen aber keinen mitleidigen Blick auf das un-glückliche Thier.Junge," rief sogar Einer,brauche deinePeitsche brav! Wir sind durstig."

Das bin ich immer," fiel Thomas ein,aber cs dünktmich doch menschlich und billig, daß wir das elende Kno-chcngcrippe, das uns zu einer labenden Quelle führen soll,schonend behandeln."

Die derbe Gesellschaft ans dem Wagen sah ihn mit Ver-wunderung an, und schic» zu glauben, er habe heute schonzu viel ans einer solchen Quelle geschöpft. Niemand ant-wortete ihm; doch einige Frauenzimmer bewiesen die Weich-heit ihres Gefühls, indem sic ihn auslachtcn, und derHaderlump ans dem Bocke peitschte drauf los. Das Pferdschleppte mit dem letzten Rest seiner Kraft den Lastwagenmühselig fort; bevor cs aber noch die Hälfte des Wegeserreichte, ward cs bis zum Hinsinkcn matt, konnte nicht mehrvon der Stelle, nnd der Tod machte Anstalt, cs anSzuspanncii.

Der Bursch cröffncte jetzt der unwilligen und immer aufstärkere Peitschenhiebe dringenden Gesellschaft: der Wagenmüsse um eine oder mehrere Personen erleichtert werden.Das sag' ich auch!" sprach Pampcl.Nun, so steige derHerr selbst herunter!" fuhr ihn ein Schlächtermeister an.Er wiegt so schwer wie ein polnischer Mastochs, nndspielte vorhin den Advokaten der alten Mahre!"Dasthat ich," cntgcgnete Thomas,nnd ich schäme mich nichtdes Mitleidcns mit der seufzenden Kreatur. Ich war aberder Erste auf dein Wagen, und habe daher das Vorzugs-recht, darauf zu bleiben; denn nicht durch mich, sonderndurch die später kommenden Passagiere, ward er überfrachtet."