„Wischiwaschi!" rief die ganze vorhandene und untersich einige Bürgerschaft, und drängte den guten Thomasvom Wagen herunter. Der junge Lumpcnwicht war sofrech, Fuhrlohn von ihm zu fordern. Er fand sich miteinigen wohlverdienten Stockprügeln ab, und machte dertriumphircndcn Gesellschaft das Kompliment: er wolle ihrdie Ehre überlassen, mit dem verscheidenden Gaul zur Leichezu gehen. Es erfolgten grobe Repliken; aber er stiefeltewie taub von dannen und nach der Stadt zurück.
Bei keinem der Unfälle, die ihm bisher begegneten, warer so unschuldig, als bei dem jetzigen, da er wie unnützerBallast ausgeladcn wurde; und cs ging ihm, als er nacheiner langen und beschwerliche» Pilgerschaft ans Thor zu-rückkam, beinahe noch schlimmer. Der hier angcstclltc Vi-sitator (der ein Uebcrmaß von Doppelbier oder Doppel-liqncur zu sich genommen hatte, und daher doppelt sah)trat ihm taumelnd in den Weg, betrachtete ihn von obenbis unten und betastete seinen Bauch. „Was haben Sieda drin?" sprach er mit schwerer Zunge. „So ein un-förmlicher Wanst ist nicht Natur, ist vcrmuthlich ein Ma-gazin kontrebandcr Maaren, die Sic cinpaschen wollen!" —Pampel hielt diese wunderbare Anfechtung für eine Sonn-tagslaunc des Herrn Gütcrbeschancrs und schritt lächelndfürbaß; aber zornig gebot ihm der Visitator, sich nichtvom Flecke zu rühren, und holte geschwind den eisernenSpieß, womit die zum Thorc hcrcinkommcnden Sandfuh-rcn durchstochen und geprüft werden, ob sie unter der Hülledes Sandes Schleichwaarcn enthalten. „Bei meiner Seele,Herr!" - stammelte der Trunkenbold und setzte ihm dieLanze auf den Leib — „wenn Sic nicht augenblicklich auf-knopfeu, so ihm ich, was meines Amts ist!" —
Lm>it>em'S gnnmtl. Schr. Vl. Bd.
9