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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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saum seinen Ohrc», als man ihn verständigte, daß seinenach Wcchselrccht verschriebene Freundschaft nickt gestatte,den Herrn von Pampcl als Schuldner in gerichtlichen An-spruch zu nehme».

Das will ich euch lehren, ihr Schwindler!" rief Jere-mias nnd lachte so grimmig, daß die Leute auf der Gaffestehen blieben.Ich übergebe, daß ihr's wißt! nochheute übcrgeb' ich die Sache meinem Advokaten."

Und wir" fiel Blaffcrt einwir gehen augen-blicklich auf's Rathhaus, um Wechsclarrcst gegen Sie zuverhängen."

Geh er zum Teufel und seiner Grosmuticr!" schrieJeremias und gab dem Barbier einen Schupp. Dieserriß ihm die Perücke vom Kopfe und schlug sic ihm rechtsund links um die Ohren. Der Kaufmann schrie mörderlichnach Hülfe. Zwei Ladcnburschc stürzten herein: drei Möpsefielen dem Barbier in die Beine; Jeremias ergriff einspanisches Rohr, Blaffcrt zog ein Barbicrmcffcr blank.Aber Herr von Pampcl warf sich mit seiner ganzen Dickeund Breite zwischen die Kämpfer, und deckte so den Rück-zug seines Knappen, dem Mensche» und Hunde zu Leibewollten.

Blaffcrt und sein Herr erreichten ohne weiteres Haud-gcmcngc die Gaffe. Gräuliche Schimpfrcden wettertenihnen jedoch aus dem Lade» bis au die Pforte des Nath-hauscs nach. Der wohlwcisc Senat war gerade wegenwichtiger Angelegenheiten der Stadt vollzählig versammelt.Herr von Pampcl ließ sich anmcldcu, erhielt Audienz, pro-duzirte seinen Stammbuchswcchsel, entdeckte freimüthig, inwelchen Verhältnissen er mit dem Kaufmann Ncchcukncchtstand, und trug am Ende darauf an, diesen treulosenFreund als Wechselschuldner zu verhaften.