„Nun, was will Er denn da hcrausklauben?" sagtePampel.
„Wie kann ci» Nechtsgelehrter so ftagen!" versetzte derBarbier. „Ist cs nicht ein Wechsel, der Hand und Fußhat? — Ncchenkuccht macht sich darin anheischig, IhnenFreundschaft und Liebe zu zahlen bis an seinenTod. Diese Zahlung stellt er jetzt ein, indem er Siefeindlich verklagen will. Sic könne» ihn also nachWechsclrccht belangen, können ihn beim Kopf nehmenlasten; und, denken Sie an mich, wen» er in den Thnrmkriechen soll, kriecht er lieber zum Kreuz und gibt IhnenNachsicht." —
„O, du pfiffiger Satan!" rief Herr von Pampel. „DaSist bei meiner Seele ein glücklicher Einfall!"
„Muß aber schnell ausgefiihrt werden," fiel Blaffert ein.„Lasten Sic anspanncu, wir wollen dem alten Jeremiasdie Hölle heiß machen."
Drei oder vier Stunden nachher trafen sic in Katzlochein und hielten vor seiner Thure. Er war selbst noch nichtlange von Pampclhansen zuruck, und klagte eben seinerGemahlin, wie schlimm cs dort aussah. Da kamen dieFuchse in der Fabel und verlangten höflich, mit ihm untersechs Augen zu sprechen. Ein Hoffnungsflämmchen stiegi» ihm auf. Er führte sic geschwind in seine Schreibstubeund glaubte unter Weges, sie wären in sich gegangen undbrächten noch einige vcrläuguctc goldene Dosen. In die-ser Meinung ward er bestärkt, als Herr von Pampel, so-bald sic allein waren, in die Rocktasche griff. Aber er zognichts als das Stammbuch heraus, hielt dem Kaufmannseinen Namen vor die Augen und fragte, ob er sich zndieser Unterschrift bekenne. Rcchcnknccht platzte, nichtsArges befahrend, mit einem raschen Ja heraus und traute