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Sechsmidzwauzigstes Kapitel.
Der untreue Seckeluieister und der französische Beutelfcgcr.
Blasiert steckte dergleichen Injurien gelassen ein, undmachte sich dabei in Gedanken das Kompliment, daß erdoch nicht auf den Kopf gefallen scy. Er war auch inder That verschlagen genug, im Rohre Pfeifen zu schnei-den und den Herrn von Pampel darnach tanzen zu lassen.Zn solche» Bällen gab cs oft Gelegenheit, da nach undnach der Pfeifer dem Tänzer unentbehrlich ward. AlleGeschäfte desselben gingen durch seine Hände. Diese hattenaber den unglücklichen Natursehlcr, daß immer ein Thcildes Geldes, das sie auf herrschaftliche Rechnung auszahlensollten, an ihnen kleben blieb. Ein Mensch mit solchenhäßlichen Händen schickt sich freilich nicht zu einem Haus-Halter und Schatzmeister; doch unser Herr von Pampel,der mit sehenden Augen blind war, ließ ihn ohne den ge-ringsten Argwohn diese Aemtcr verwalten, glaubte alles,was er sagte, unterschrieb alles, was er ihm vorlegte.Blasiert war seine rechte Hand, sein Vertrauter, sein ge-heimer Rath, sein General-Gewalthaber; und er prieß sich,da er immer dicker und bequemer ward, überaus glücklich,einen solchen gewandten Diener zu besitzen, der ihm al-les — besonders den Beutel — so leicht machte.
Das Leben eines trägen, unthätigen Landrittcrs ist ein