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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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schreiben. Die alte Köchin, die ihm in seinen jüngerenJahren manchen delikaten Eicrknchcn gebacken hatte, erhieltohne Barmherzigkeit ihren Abschied, weil sie nnr gemeineHauskost zu bereiten verstand. Der neue Koch hingegenschlug trefflich ein. Er lief sogar Trudchcn den Rang ab,die sein Herr bis jetzt für nnübertreffbar gehalten hatte.

Die benachbarte Ritterschaft bekam bald Witterung vonder guten Küche in Pampclhauscn, und Flicgcnschwärmevon ungeladenen Gästen zogen dahin, die sich mit alt-deutscher Freimüthigkeit selbst zu Tisch baten. Herr vonPampcl gab anfangs mit vieler Bereitwilligkeit offne Ta-fel, ward aber des Dings bald überdrüssig. Die HerrenNachbarn, meistens wilde Jäger, tranken den Wein, derihnen nichts kostete, wie Wasser, verführten im trunkenenMuthc die tollste Wirthschaft - kehrten das oberste zu un-terst und tummelten ihren freigebigen Wirth, daß er hätteschwarz werden mögen. Das taugte nicht in seinen Kram.Er war gewohnt, ein Stündchen nach Tische zu schlum-mern , oder wenigstens seinen Körper aller zwängendenund drückenden Fesseln zu entledigen, sich so auf den So-pha zu lagern und in einem Mittclznstaude zwischen Schlafund Wachen der Verdauung obzuliegcn. Dazu ließen cSaber die lärmenden Schmansbrüder nicht kommen. Siehetzten ihn wie einen Hasen im Zimmer herum, spieltenmit ihm Fangcball und lachten ihn vollstimmig aus, wenner keuchend um Ruhe bat. So ging cs einen Tag wieden andern. Der gute Pampel ward bei diesen Strapatzcnendlich ganz krank. Die Schmarotzer trieben dennoch ihrUnwesen nach wie vor, und erhoben sich noch dadurch zuIdealen unartiger und unbescheidener Gäste, daß sie anandern Orten von seiner Küche und seinem Keller ver-ächtlich sprachen, und über die Beschaffenheit seiner Tafel,