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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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bcfand, wo sie ihn habe» wollte. Sic hatte ihn vorsätzlichin dieß Zimmer geführt, nm ihn, wie eine Maus, in dieFalle des Alkovens zn locken.

Da sie ihn aber mich fcsthalten wollte bis znr Stundedes Gerichts, so schlich sie auf den Fußspitzen an die Al-kovcnthür und drehte das Schloß so leise zn, daß er nichtsdavon merkte. Einige Minuten später sah er sich zwargefangen; allein cs kümmerte ihn nicht. Er glaubte, dasSchloß scp von ungefähr zugcschnappt, und verließ sich aufdas Fenster des Alkovens, das von innen geöffnet werdenkonnte. So beruhigt, fuhr er fort, sich tapfer zn nähren.

Kurz darauf kam Beate zurück.Gut, daß Jhro Gna-den wieder da sind!" sprach Lisctte an der Hausthür:IchHab' in Ihrer Abwesenheit einen mächtige» Raubvogelgefangen." Das Fräulein sah finster aus, wie die Nachtund sagte mürrisch: sic sep zum Scherzen nicht aufgelegt.Die Kannnersuiigfer versicherte: die Sache scp Ernst, undführte sie an die Hiutcrthür des Alkovens, durch die ermit der Küche in Verbindung stand. Diesen Uebcrfall imRücken veranstaltete das boshafte Mädchen in der Absicht,den Herrn von Pampel durch den Angriff von einer Seite,wo er keinen erwartete, desto mehr zu erschrecken, ihmaber den Fluchtweg durch das Alkovenfcnstcr offen z» las-sen , weil in dem Falle, daß er dieses Rcttungsmittcl er-griffe, ein possirlichcs Schauspiel zu erwarten war.

Man kann sich vorstellcn, wie er die Ohren spitzte, alser vor der Thürc, die er kaum bemerkt hatte, ein bedenk-liches Geflüster vernahm, und endlich gar des FräuleinsHauptschlüssel im Schlosse klirren hörte. Er riß wetter-schnell eine Weinflasche vom Tische, sackte sic in seine ge-räumige Rocktasche, stieß das Fenster aus, kletterte auf ei-nen Stuhl und stürzte sich in den engen Paß, durch den