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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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cr entwischen wollte. Kopf, Schultern und Arme kamenglücklich hindurch; als aber der Bauch Nachfolgen sollte,da standen die Ochsen am Berge; da half kein Drückenund Drangen, kein Acchzen und Stöhnen. Der unglück-liche Kcllcrwnrm wollte sich mit Gewalt durchhaspel», undarbeitete so heftig, daß er wie eingekeilt zwischen demFensterrahmen stecken blieb, weder vorwärts noch zurückkonnte und sich nnthätig seinem Schicksal überlassen mußte.Er lag wagcrccht, wie ein Querbalken, und wies den cin-tretcndcn Frauenzimmern den unanständigen Theil seinesLeibes.

O der Lotterbube!" seufzte Beate halblaut und schlugdie Hände über dem Kopfe zusammen. Die Kammcrjung-fcr lachte zügellos und beleuchtete mit einem brennendenLichte die Kehrseite des Herrn von Pampcl, der sich an-fangs ruhig dabei verhielt. Aber er strampelte wie tollmit den Beinen, als sic ans seiner linken Rocktasche, diesich durch starkes Bauschen als eine Diebshehlcri» vcrrieth,die Weinflasche zog, und sic, als des Fräuleins rechtmä-ßiges Eigcnthum, in Beschlag nahm. Sic setzte nun, un-geachtet die strampelnden Beine immer heftiger dagegenprotcstirten, die Haussuchung fort, und fand in der zweitenRocktasche ein Buch von so heiligem Anschn, daß Beatemit beiden Händen darnach griff, weil sie glaubte, cS ge-höre in ihre Bibliothek. Aber wer kam ihr, in der schwar-zen Amtstracht eines geistlichen Schriftstellers, auf demTitelblatt entgegen?Der im Irrgarten der Liebeherum taumelnde Cavalicr!"Puh! puh!"rief sic mit Grausen und schleuderte ihn von sich, als hättesie eine giftige Kröte zwischen die Finger bekommen. Nun

* Ein bekannter alter Nvmnii.