Dreiuttd;wan;i§stes Kapitel.
Der Horcher an dcr Wand hört seine cianc Schand. — DieMauö in der Falle.
„Dcr gestrige Vorfall, mein gnädiges Fräulein," —sprach dcr Unglstcksvogel am folgenden Tage — „bewiesdoch wohl sonncnklar, daß ich mit ihrer Kammcrjungfcrin keinem Licbcsbunde stehe, wie Sic mir einst Schuldgaben. Erinnern Sic sich noch dcr hämischen Frage, diesie mir wegen der beim Sturz des Schranks aufgesprun-genen Thür oorlcgtc? — Welchen häßlichen Verdacht suchtesie gegen mich zu erwecken! — Und diese Basiliskcnscclesollt' ich lieben? — Nein, ich hasse sic ans Herzensgrund;und übcrdicß ist ja auch das stnmpfnäsige Affcngcsicht nichtsweniger als liebreizend!" —
Herr Thomas schmeichelte sich, recht klug und zu seinemVortheil gesprochen zu haben; allein er hatte bald Ursache,die ansgcstoßencn Schmähungen zu bereuen. Den» wieein junger Vcrscmann (der etwa ein träges Mode-Sonnctmit lauter weiblichen Reime», wie ans breiten Gänsefüßen,in die Welt watscheln ließ, und dcßhalb von allen Knnst-richtern des heiligen römischen Reichs Lvrbecrkroiicn erwar-tete) gräßlich wüthet und tobt, wenn er sein schlastrunkncsMißgcschöpf in einer gelehrten Zeitung höhnen und geißelnsicht: eben so wild gcbcrdctc sich die vor der Thllre hör-