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das fürchterliche Gerassel, stießen sie einen Schrei ans,eilten ins Zimmer, und erstarrten über den lebendigen,tollgcwordcncn Schrank, der sich vor ihren Angcn bewegte,ohne daß sic den darunter gefangenen und ganz bedecktenKcllcrwnrm sahen, der durch sein Bestreben, sich hervorzu-arbcitcn, die Zuckungen des Kastens verursachte. Beateblieb, schaudernd und die Hände faltend, an der Thür ste-hen; aber das naseweise Kammermädchen wagte sich baldnaher an den besessenen Schrein, griff ihn muthig an,richtete ihn in die Höhe, und brach in ein schmetterndesGclächcr ans, als Herr Thomas, in einer Wcinbrühe lie-gend, zum Vorschein kam.
„Denken Sic sich mein Unglück, gnädiges Fräulein!"sprach er im Aufspringen. „Ich wollte vorhin, um mirin Ihrer Abwesenheit die Zeit zu verkürzen, ein geistlichesBuch vom Schranke herunter langen; aber kaum rührteich ihn an, so warf mir ihn der Teufel ans den Hals, undhätte mich nicht mein Schutzengel gerettet, ich wäre desTodes." —
Dieses Vorgehen ließ sich Horen, da wirklich einige inRuhestand versetzte Andachtsbücher ans der Decke des Schranksrcsidirt hatten. Das Fräulein fand auch die Sache, ganzglaubwürdig, und bcscufztc nur leise die Trümmer einigerkostbaren Mundtassen, auf welchen die Könige David undSalomo und andere erlauchte Personen des alten Testa-ments konterfeit waren, die jetzt insgcsammt ein tragischesEnde genommen hatten. Aber ungläubig schüttelte dieKammcrjnngfcr ihr Köpfchen und fragte spöttisch: wie cSdenn komme, daß die Schrankthür offen und znrückgeschla-gcn scp. — „Darauf mag der Schrank antworten; wasweiß ich'ö!" sagte Thomas trotzig, und die Geschichte hattevor der Hand keine weitern Folgen.