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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Malaga, dic das Fräulein einst in seiner Gegenwart zumGeschenk erhielt und in einen Schrank stellte, nachdem sicvorher die ihr schon bekannte Güte dieses Weines höchlichgepriesen hatte. Das gefiel dem Herrn Thomas; denn ermachte sich Rechnung, bei der Abcndtascl damit gelabt zuwerden. Allein cs geschah nicht. Beate nahm sich jetzt, dasie mit ihm bekannter geworden war, oft dic Freiheit, ihnblos mit gemeinem Gerstensaft zu bewirthcn, und that cseben auch dicß Mal. Nach Tische ließ sic ihn zufällig,wegen eines häuslichen Geschäfts, im Zimmer allein. Erhörte lauschend, daß sic mit der Kammerjungfcr die Treppezum ober» Stock hinaus stieg. Husch! war er bei demunverschlossenen Schranke, und öffnete ihn, um aus der sü-ßen Flasche einen tüchtigen Zug zu thun, oder sie, nach Zeitund Umständen, ganz auSzustcchcn.

Unglücklicher Weise hatte Beate, dic einen Kopf längerwar als er, die Boutcillc in ein so hohes Fach gestellt, daßer sie nicht bequem erreichen konnte. Der Fuchs in derFabel erklärte die Trauben, dic ihm zu hoch hingen, fürsauer: unser Fuchs aber wußte zu gut, wie süß der Ma-laga war, und gab sein lüsternes Vorhaben nicht so leichtauf. Er trat auf die Zehen, dehnte sich gewaltsam, undklammerte sich mit der linken Hand an ein Fachbrctt, umso noch' höher zu klimmen. Doch, indem er dadurch Hal-tung gewann, verlor sic der unbefestigte, frank und freiauf einem Tische stehende Schrank, und stürzte, mit allenseinen gläsernen und porzellanenen Eingeweide», so plötz-lich über ihn her, daß er von der unaufhaltsamen Last zuBoden geworfen und darunter begraben ward. Es gabein Getöse, als schlüge der Donner ins Haus.

Beate und Jungfer Blaustrumpf kamen gerade in diesemAugenblicke die Treppe wieder herab. Erschreckend über