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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
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Sekunden ward die Nuthe wieder thätig, und der Bassistsang aufs neue:

Straf ilm nicht in deinem Zorn,

Edles Fräulein, schone I

2lch, laß ilm nicht seyn verlvr'n,

'-Itnch Verdienst nicht lohne

Dieser bewegliche Gesang brachte das Mitlciden bei ihrzum Durchbruch. Sie legte die Nuthe weg, nahm denNaben auf den Arm, hätschelte ihn und sprach in einemkläglichen Tone:

Verirrte Seele, wem zu EhrenEntflohst du in die weite Welt?

Dort wird mau dich nichrs Gutes lehren,

Wo Satan selber Schule halt,

Wo nur Gespenster anzutreffen,

Die jeden Pilgrimm schändlich affen.

Ach, ja wohl!" seufzte Thomas halblaut, und dachtean das Gespenst, das ihn vom Wachposten jagte.

Der schwarze Mifsethäter erhielt »och nicht völligen Par-don. Beate schob ihn i» einen Käfig und sagte mit auf-gehobenem Zeigefinger'Hier sollst du mir drei Tage bü-ßen und fasten!"

Run hatte denn endlich auch der Referendar die Ehre,von ihr in Betrachtung gezogen zu werden. Sic wandtesich zu ihm mit einer tiefe» Verneigung, dankte für dieUebcrgabe des Gefangenen, erbot sich, wie ein Steckbrief,bei ähnlichen Vorfällen zu gleicher Ncchtshülfc, und be-zeugte ihr Vergnügen, bei dieser Gelegenheit einen so christ-lichen Kavalier kennen zu lernen.

Halten mich Jhro Gnaden wirklich dafür?" fragte Tho-mas mit einem Handkuß.