hielt sic drohend empor, und rückte so mit zornige» Ge-sichtozügen heran. Dem Herrn von Pampel war übel da-bei zu Muthe. Er befürchtete, ohne Kriegserklärung an-gegriffen zu werden, und zog sich mit verlegenen Mienennach der Stubenthür zurück; doch che er sie erreichte, be-gannen schon die Feindseligkeiten mit hitzigen Nuthenschlä-gcn, die zwar dem Naben galten, aber meistens seinemTräger zu Thcil wurden. Bei diesem tapfer» Einhaucnerhob Beate ein geistliches Kricgsgcschrei und sang «nachder Melodie des Liedes: Zion klagt mit Angst und Schmer-zen) mit kreischender Stimme:
Ach, wie hast du mich betrogen!
Bist »ach Noä NabsnarrWeit und breit herum geflogen,
Hast die Buße laug gespart: -
Und immer schlug sic dazu den Takt mit der Ruthe.Thomas hielt diese unverdiente Staupe geduldig aus, undmachte bei dem Gesänge ein so andächtiges Gesicht, alsob er sich in der Kirche befände: aber daö schwarze Zionauf seinem Arme klagte jämmerlich vor Angst und Schmer-zen. Er fand es schicklich, für die leidende Kreatur eingutes Wort cinznlegen; und da er zugleich seine Bekannt-schaft mit der geistlichen Licdermusc darthun wollte, so sanger in einem angenehmen Baß:
Warum willt du so zornig scyn
Ucber dicp arme Würmelcin?
Die Zuchtmcisterin stutzte bei dieser melodischen Fürbitte,und cS entstand eine kurze Strafpausc; doch nach einigen
" (bin HalbvcrS, in alten Gesangbücher» befindlich, dochvon der Sängerin, znm Behuf des gegenwärtigen Ge-brauchs, etwas verändert. Das gilt auch zum Thcil vonden folgenden Liederverseu.