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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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und hackte »ach der dicken Hand, die daS Ungcbührnißbeging.

Ei, dn unartiger Grobian!" schalt der Referendar:Wer hat dich so zum Mnrrkopf erzogen?"

Mein Fräulein selbst," antwortete das Mädchen.

Nun gab ei» Wort das andere, und Thomas erfuhr,daß Fräulein Beate von Wiinmcrling sehr reich, sehr frommund ziemlich betagt sep. Schnell fuhr ihm der Gedankedurch den Kopf, mit der alte» Dame Bekanntschaft zumachen, ihre Gunst zu erschmeicheln, und sich als Gemahloder Universalerbe in den Besitz ihres Vermögens zu se-tzen. Mit diesem löblichen Vorsatz cröffnctc er der Kam-mcrjungfcr: er werde sich die Ehre geben, dem Fräuleinihren entwichenen Bufiprcdiger in Person zu überliefern.

Thun Sie das!" sagte das Kammerkätzchen.Sicwerden willkommen seh». Fräulein Beate ist keine Mcn-schenfcindin, wie man ihr nachsagt: sie mag nur von derheutigen Modewclt nichts sehen und hören. Diesen Hasttreibt sic aber freilich ins Weite. Wer sich mit Geschmackkleidet, oder Tanz und Schauspiel liebt, begeht in ihrenAngen eine Todsünde. Ein armer Neffe, dem sic einigeMonate Gnadcnbrod gab, that nichts Nebels, als daß ersich ein wenig stutzerhaft trug und gern in die Komödieging: das war aber schon genug, in die tiefste Ungnadebei ihr zu fallen. Sie nörgelte unaufhörlich über seinSündenlcbcn, lehrte diesen Raben schimpfen und predigen,damit er sic, wenn sic des Schcltcns müde war, ablöscnkonnte, und als sich der junge Mensch dennoch nicht be-kehrte, ward er ans dem Hanse gestoßen und ans demTestamente gestrichen."

E>, was Sic sagen!" rief Thomas mit heimlicherFreude.Sogar aus dem Testamente gestrichen?"

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