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die Hände bekam. Zwei Dorfgcmcincn stritten, welche vonihnen einen armen, hülflose», siebzigjährigen Greis, denAlter und Schwachheit an den Bettelstab gebracht hat-ten, bei sich anfnchmc» und ernähren müsse. Sie warfenden Unglücklichen wie einen Ball einander zu. Keinewollte ihn dulden, keine ihm einen Bissen Brod geben. Daseine Dorf sagte: „Bei euch ward er geboren!" Das anderecntgegnete: „Euch hat er in den letzter» fünf Jahre» alsGemcinhirt gedient!" — Bon beiden Seiten führten be-rüchtigte Rabulisten den Federkrieg, und verwüsteten soviel Papier, daß man die Gerichtsakten ans einen Schieb-karrcn laden und so dem Referenten ins Haus schaffenmußte.
Er schauderte Anfangs vor dem herkulischen Geschäfte,das er vor sich sah, arbeitete sich aber dennoch mit dergrößten Anstrengung durch das Papicrgcbirge, und ent-warf darüber eine so dickleibige Nciscbeschrcibnng, daß sieauch beinahe auf die Ehre, gefahren zu werden, Anspruchmachen konnte. Mit dieser Ungeheuern Nuß, worein er,seiner Meinung nach, de» Kern der Akten sehr zierlich ge-packt hatte, erschien er nicht ohne Selbstzufriedenheit inder Negierung und legte seinen Kram ans.
Eine halbe Stunde hörten die Rathc seine langweiligeSalbaderei geduldig an, und jeder übe legte für sich inernster Stille, welche der streitenden Gemeinen zur An-nahme und Verpflegung des Bettlers von Rechts wegenzu vcrnrtheilen sep. Dem Präsidenten ward endlich dasDing zu lauge, und er unterbrach den Vortrag mit derBitte, sich kürzer zu fassen. Allein Thomas fuhr fort, dieunbedeutendsten Schcmgründe, mit welchen die Sachwaltergegen einander zu Felde gezogen waren, maschinenmäßig