-->D 8 t
hcrznlciern. Dicß trieb cr eine volle Stunde; die ZuhörerHütten auswachscn mögen.
Nun riß dem Präsidenten die Geduld aus. „Wo istdes Amtmanns Bericht, mit den, er die Akten cingcschickthat?" fuhr er auf. Der Referendar überreichte mit eineretwas empfindlichen Miene die verlangte Schrift, die nuraus wenigen Zeilen bestand. Der Präsident durchflog sieund schlug vor Erstaunen die Hände zusammen. >,O,Herr von Pampcl! Herr von Pampel!" rief cr aus: „Wiein aller Welt können Sic uns noch mit Ihrem endlosenVorträge quälen, da der Tod schon den Streit geschlichtethat? - Hier berichtet ;a der Amtmann, daß der Bettlervor acht Tagen gestorben ist!" — Alle Näthe brachen inein unaufhaltsames Gelächter ans. „Ich war eben imBegriff, diesen Umstand vorzutragcnsagte der bestürzteReferendar. „Ei, hätten Sie das vor einer Stunde gc-than," crwicdcrte der Präsident, „so wären wir des un-nützen Zeitverlustes überhoben gewesen! — Der Amtmannfragt ja nur noch wegen der Proccökostcn an, und darüberentscheiden wir kurz: daß beide Gemeinen, da sie gegeneinen hülflosc» Menschen gleiche Hartherzigkeit bewiesen,auch zu gleichen Thcilen die Unkosten bezahlen sollen." —
Beschämt preßte der Referendar den dicken Wälzer sei-nes AktcmAuszugs (den cr noch nicht bis zur Hälfte vor-gclcscn hatte) in die Tasche, und sah mit gluthrothcni Ge-sichte vor steh nieder, uni den Spottblicken auszuweichcn,die von allen Seiten wie Pfeile auf ihn znflogcn. Schein-bar tröstend, aber in der That eiwas hämisch, lobte derPräsident seine treffliche Behandlung der Weinsachc, undsetzte lächelnd hinzu: „da er ans diesem Felde vorzüglich zuHause zu scy» scheine, so solle der nächste Proccß dieser