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den trocknen Weisheitsmarkt in den Lchrzimmcrn ober we-nig besucht, und doch hier und da einen wissenschaftlichenBrocke» aufgeschnappt hatte. Das halt auf Universitätennicht schwer. Da fliegt die Gelehrsamkeit, wie der geflü-gelte Same des Nadelholzes, weit und breit herum, undverliert sich sogar in die hohlen Köpfe der Kuper und Pser-dcvcrleihcr. Findet nun auch allenfalls ein lustiger Stu-diosus keine Zeit zum Studieren, so lernt er dennoch vonJedem, mit dem er Verkehr hat.
Auf diese Weise ging auch unser Thomas nicht leer aus.Zum Ucberfluß nahm er noch im letzten Monat seines aka-demischen Lebens einen graubartigcn Studenten, ein eiser-nes Juvcntaricnstück der Universität, zum Lehrer an, undmeldete sich (als dieser alte Tröster in acht oder vierzehnTagen die Pandekten mit ihm durchgcpcitscht hatte) sehrmuthig zum sogenannten K a v a l i cr-Eram c». Dießging — weil sich in derselben Stunde noch ein andererKandidat auf den juristischen Weishcitszahu fühlen ließ —nicht in Gegenwart der versammelten Fakultät, sondern ineinem Ncbcnzimmcrchcn vor sich, wo die beiden liebreichenMänner, denen cs aufgetragcn war, von keinem lästigenZeugen gehindert wurden, dem jungen Herrn (der sich ih-nen Tages vorher bestens empfohlen hatte) die Sache sehrleicht zu machen. Der Bericht, den sic nachher ihren Kol-legen über diese Spiegelfechterei erstatteten, gereichte ihmzum größten Ruhm, und nun erschien ein gedrucktes Pro-gramm, worin die gcsammtc Fakultät feierlich bezeugte,daß Herr Thomas von Pampcl in der mit ihm angestcll-tcn Prüfung ungemein wohl bestanden habe.
Mit diesem Triumph schied er von der Universität, underhielt sogleich die Stelle eines Referendars bei der Lan-desregierung.