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Neuntes Kapitel.
Nachrichten von einer großen Nänberbande.
In der Hauptwache ward er mit schadenfrohem Jubelempfangen, und seine adelige Geburt schützte ihn nicht vorder Schmach, wie ein gemeiner Gefangener behandelt undin den gewöhnlichen hölzernen Käfich, der in die Wacht-fiuben eingebaut ist, gesteckt zu werden. Die ungehobeltenSoldaten neckte» und narrten ihn von außen wie einenAffen, und ließen ihm wenig Muße, über seinen Zustandnachzudcnken und sich auf das Verhör vorzubereite». Den-noch kam er noch zeitig genug mit der Erfindung einesMährchens zu Stande, das er dem Kriegsgerichte muthigerzählte.
„Es war ungefähr gegen zwölf Uhr," — sprach er, —„als ich drei große, baumlange Männer, die mit Säbelnund Pistolen bewaffnet waren, und überhaupt wie Stra-ßcnräuber aussahen, in der Nähe meines Postens gewahrwurde. Sie standen beisammen und bcrathschlagtcn überdie Ausführung eines Diebstahls. Ich hörte, wie sie dieRollen austheilten. Zwei von ihnen wollten die Leute,denen ihr Besuch zugcdacht war, binden und knebeln; derDritte sollte die Geldkasten erbrechen. Sic bemerkten michnicht, weil ich unter der Halle stand, und sprachen sehrvernehmlich. Plötzlich trat ich hervor und rief: Wer da?