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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Sie stutzten und flohen. Steht, Kanaillen, oder ichschieße! rief ich stärker. Sic liefen aus Leibeskräften; ichverlor sic aus dem Gesicht und hörte nur in der Ferneden schneidenden To» eines Pfeifchens. Nun war einigeMinuten lang alles ruhig. Doch, indem ich noch meineAugen starr nach der Gegend richtete, wohin die Bären-häuter ihren Weg nahmen, ward ich plötzlich von hintenergriffen und zu Boden geworfen. Ich sprang wieder auf,riß mein Seitengewehr aus der Scheide und hieb auf dieRäuber denn sie waren's, die sich leise hcrangeschlichenund mich niedcrgcrifscn hatten mörderlich ein. Zweistürzten, der Dritte lief davon, kam aber plötzlich mit ei-ner Verstärkung von zwölf bis fünfzehn Mann zurück.Dieß Gesindel fiel vereint über mich her, rang mir denPallasch aus der Hand, verband mir die Augen, drehtemir ein Schnupftuch in den Mund, schleppte mich eineStunde lang unaufhaltsam fort, ließ mich dann los undentsprang. Ich riß die Binde von den Augen; es warnoch Nacht, und ich überzeugte mich blos durch Anlaufengegen Bäume, daß ich mich i» einem Walde befand. So-bald es tagte, suchte ich den Heimweg, und ward vonden Bauern, als vermeintlicher Deserteur, ungehalten."Diese Aussage ging ihm, wie ein Vaterunser, vomMunde. Der Auditeur schrieb sie mit Kopfschütteln nie-der, und fand sie so unwahrscheinlich, als sie es wirklichwar. Thomas blieb aber bei mehrern Verhören, die inder Folge »och mit ihm «»gestellt wurden, unerschüttert da-bei, und von Zeit zu Zeit wuchs die Zahl der Räuber inseinem Munde.