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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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kett ihres Gleichen. Tausend lächerliche Anekdoten vonihrem Geize waren im Umlauf. Daher lachte denn auchder General, als er hörte, daß Thomas ihr Kostgängerward. Sie hielt jedem zehn Mal nmgewandtcn Pfennig,von dem sic sich trennen mußte, eine bewegliche Abschieds-rcde, wobei ihr bisweilen Thräne» in den Augen standen.

Unter ihrer Leitung war der Tisch immer so mäßig be-stellt, daß der Doktor gewiß nie eine Magcn-Ueberladung,die man sich in seinem Hanse zngczogen hatte, in die Kurbekam. Er und sie schienen an dem dürftigen Gehalt deraufgetischten Zcisigsnäpschcn volle Genüge zu haben; Tho-mas hingegen machte große Auge», als ihm kleine Bissenvorgelcgt wurden, die kaum ei» Duodczmännchen aus Li-liput gcsättigct hätten. So lange sein von Hanse mitge-brachtes Taschengeld aushiclt, kümmerten ihn diese spaß-haften Schatten-Mahlzeiten wenig. Er eilte, sobald sie vor-bei waren, in die nächste Garküche und mit Herzenslustauf Ein Mal so viel oder wohl gar noch mehr, als er inacht Tage» aus der Tafel seines Vcrpflcgers zu sehen bekam.

Unter diesen Umständen ging es aber mit seinen Noth-pscnnigen bald auf die Neige; denn sei» Vater hatte ihnmehr mit Lehren und Ermahnungen, als mit Silber undGolde versehen. Nu» war guter Rath thcuer, der Gar-koch und der Bäcker versagten ihm Kredit, und seine Ka-meraden ein Darlchn. Der Hunger setzte ihm täglich mehrzu; er wurde matt wie eine Hcrbsifliege, und gerietst oftin Versuchung, seine Patrontasche anzubcißcn.

I» diesen Aengsten spielte er eine kleine Komödie, durchdie er wenigstens auf es» paar Tage eine bessere Lcibes-pflcge zu gewinnen hoffte. Er fing nämlich an, über tau-send Uebelkcitc» zu klagen, wankte mit schleichenden Schrit-ten herum, legte sich ins Bett und that so schachmatt, als