Druckschrift 
2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

Drittes Kapitel.

Der Kadett btokirr eine Festung.

Thomasens Vater diente weiland als Hauptmann in derArmeennL Kirchhof war Fcldschccrcr bei seiner Kompa-gnie. Daher schreib sich ihre Bekanntschaft. Der Wund-arzt pfuschte nebenher ins Fach der inner» Heilkunde, underhielt von einer gefälligen i nivcrsität, die nickt ihn, son-dern nur sein Geld craminirtc, das Doktordiplom. Erhatte das Pulver nicht erfunden, das auf dem Schlacht-fclde Tausende hinstreckt; aber die lateinischen Namensvet-tern dieses Möuckskiudcs, die er auf seinen Rezepten ver-schrieb, thatcn wahrscheinlich dieselbe Wirkung: denn nie-mand in der ganzen Stadt grüßte ihn so höflich und soehrerbietig, als der Todtcngräbcr.

Nach diesem verdächtigen Zeichen zu nrtheilcn, war Kirch-hof gewiß, dann' und wann an der Verminderung desMenschengeschlechts nickt »»schuldig. Er hätte daher auchbillig für dessen Vcrmchrnng sorgen und möglichsten Scha-ncncrsatz leisten sollen; allein er ließ den Segen: Sepdfruchtbar und mehret euch! nie über sich sprechen, sondernwirthschaftctc als Hagestolz mit einer Haushälterin, derenehrwürdiges graues Alter und beispiellose Häßlichkeit ihnübrigens vor dem Stich böser Zungen sickcr stellten.

Diese Matrone, Namens Jutta, suchte in der Sparsam-