Druckschrift 
2 (1852)
Entstehung
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„Ich werde gerade hinauf gehen," riefTom. „Jckikhabe michnie vor Niggern gefürchtet und werde cs jetzt auch nicht thun. Werfolgt mir?" rief er, indem er die Felsen hcraufsprang.

Georg hörte die Worte ganz deutlich. Er nahm seine Pistolein die Höhe, prüfte sic genau und zielte auf den Punkt in dem Eng-paß, in welchem der erste erscheinen mußte.

Einer der Muthigsten folgte Tom, und nachdem der Zug so er-öffnet war, begann der ganze Haufe den Felsen zu erklettern, die Hin-tersten die Vordersten schneller stoßend, als sic selbst gegangen seinwürben. Heran kamen sic, und nach kurzer Zeit zeigte sich die Sticr-gestalt Tvm's beinahe über dem Abgrund.

Georg schoß — die Kugel traf in die Seite, aber obgleich ver-wundet, wollte er nicht zurückweichcn; mit einem Schrei gleich demeines wüthenden Stieres sprang er über den Spalt hinweg mittenunter die Flüchtlinge.

„Freund," sagte Phineas, indem er plötzlich vorsprang, undihn mit einem Stoße seines langen Armes traf, „Du wirst hier nichtgebraucht."

Und er stürzte zurück in den Abgrund, raffelnd zwischen dieBäume, die Gesträuche, die losen Steine, bis er endlich unten dreißigFuß tief zerschlage» und stöhnend lag. Der Fall würde ihn gelobtethaben, wäre er nicht dadurch gemäßigt worden, daß seine Kleider anden Acsten der großen Bäume hängen blieben, gleichwohl kam erschneller und gewaltsamer hinunter, als ihm angenehm oder dienlichwar.

„DerHerr stehcuns bei! Sie sind wahre Teufel!" schrieMarks,indem er de» Rückzug den Felsen hinab mit viel mehr gutem Willenleitete, als das Aufsteigen, und die Andern eiligst hiner ihm her tau-melten, besonders der dicke Cvnstabler, der gewaltig blies undkeuchte.

„Ich sage Euch, Leute," rief Marks, „Ihr müßt herum gehenund Tom aufladcn, während ich z» meinem Pferde laufe und zurück-reitc, um Hülfe zu holen." Und ohne auf das höhnende Geschreiseiner Gefährten zu achten, machte Marks die Worte zur That undgaloppirte bald davon.

„Gab es je so einen feigen Burschen?" rief Einer von dmSklaverei ic. II. 8