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wo ist denn meine kleine Eva während der ganzen Essenszeit ge-wesen?"
„Ich war in Tvm's Stube und hörte ihn singen, und TanteDinah gab mir mein Mittagseffen."
„Hörtest Tom singen, wie?"
„Ach ja; er singt schöne Sachen von dem neuen Jerusalem,und von strahlenden Engeln, und von dem Lande Canaan."
„Das ist wohl besser, wie die Oper; nicht?"
„Ja; und er will sie mich lehren."
„Singstunde»? — Ei, Du kömmst ja vorwärts!"
„Ja, er singt für mich, und ich lese ihm aus meiner Bibel vor;und er erklärt mir dann den Sinn."
„Auf mein Wort," sagteMarie lachend, „das ist der beste Spaßdieser Saison."
„Tom ist nicht schlecht dazu geeignet, die heilige Schrift auszu-legen, darauf will ich schwören," sagte St. Cläre. „Tom hat na-türlichen Sinn für dieRcligion. — Ich brauchte diesen Morgen schonfrüh die Pferde, und ging nach seinem Kämmerchen über dem Stalle,da hörte ich ihn ein Wecking mit steh selbst halten; und in der That,ich habe lange nicht etwas so Salbungsvolles gehört, wie Tvm'sGebet. Er betete für mich mit einem ganz apostolischen Eifer."
„Vielleicht merkte er, daß Du horchtest. Von solchen Streichenhabe ich schon früher gehört."
„Wenn er das that, sowar er nichtschr politisch, denn er sprachgegen Gott seine Meinung über mich sehr frei aus. Tom schien zuglauben, daß ich mich noch sehr bedeutend bester» könnte, und es lagihm offenbar viel an meiner Bekehrung."
„Ich hoffe, Sie werden sich das zu Herzen nehmen," sagte MißOphelia.
„Ich glaube. Sie sind ziemlich derselben Meinung," lachte St.Cläre. „Nun, wir wollen sehen, — nicht wahr, Eva?"
Sklaverei >c. II.
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