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2 (1852)
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fen zu fühle», sülche Trostgründe anzuwcndeu, wie der Full ver-langte.

Ich weiß, das kommt Dir zuerst sehr hart an, Lucy/' sagteer,aber so ein gutes gefühlvolles Mädchen, wie Du bist, muß deinnicht den Lauf lassen. Du siehst, 's ist uothwcndig und kann nichtgeändert werden."

Ach, nicht das, Mas'r, nicht das," sagte die Frau mit erstickterStimme.

Du bist'ne muntere Dirne, Lucy," fuhr er fort.Ich mein'Sgut mit Dir, und werdcDir 'neu hübschen Platz ausmachen, und Duwirst bald 'neu andern Mann bekommen solch' ein hübsches Mäd-chen, wie Du bist."

Ach, Mas'r, wenn Ihr nur jetzt nicht wolltet sprechen mitmir," sagte die Frau mit einem solchen Tone der Qual, daß derSclavenhändler fühlte, in diesem Falle läge etwas außer seinen ge-wöhnlichen Berechnungen. Er stand auf, und die Frau wendete sichab und verbarg den Kopf in ihren Mantel.

Der Sclavenhändler ging einige Zeit auf und nieder und sahzuweilen nach ihr hin.

Nimmt's sehr hart," sagte er zu sich selbst,aber doch ruhig;mag sie 'ne Weile jammern; wird allmälig schon zurechte kommen."

Tom hatte den ganzen Auftritt von Anfang bis zu Ende be-obachtet, und ein richtiges Verständniß gewonnen. Für ihn sah esals etwas unaussprechlich Entsetzliches und Grausames aus, weil er,die arme, unwissende schwarze Seele, nickt gelehrt genug war, umhöhere Ansichten zu haben. Hätte er wenigstens den Unterricht ge-wisser christlicher Geistlichen genossen, so würde er besser davon ge-dacht und es nur als ein alltägliches Ereigniß gesetzlichen Handelsbetrachtet haben; eines Handels, welcher die Lebenskraft einer Ein-richtung ist, die, wie ein amerikanischer Geistlicher'') sagte: keineandern Nebel mit sich bringt, als die, welehe von jedemandern Verkehr im geselligen und häuslichen Lebenunzertrennlich sind. Aber Tom, der ein armer, unwissenderMensch war, der nichts weiter gelesen hatte, als das neue Testament,konnte sich durch dergleichen Ansichten nicht trösten ober beruhigen.

') De. Joel Parker in Philadelphia.Sklaverei re. II.

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