Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
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Cornelius Nepos.

letzt ein fanles Hohlgeschwür durch die Lenden hervorbrach.Noch bevor ihm Dieß widerfuhr, ließ er, da, wie er fühlte,die Schmerzen von Tag zu Tag Zunahmen, und Fiebcran-fälle sich dazu gesellten, seinen Tochtermann Agrippa undmit ihm Lucius Cornelius BalbuS und Sextus Peducäiis zusich kommen. Als er sie an.-ekommen sah, sprach er, aufden Ellbogen gestüzt, zu ihnen:Welche Sorgfalt undwelchen Fleiß ich bisher auf die Erhaltung meiner Gesundheitverwendet habe, brauche ich nichtmit vielen Worten zu schildern,da ich ench selbst hiefür zu Zeugen habe. Da ich nun, wieich hoffe, euch gegenüber die Genugthuung habe. Nichts un-versucht gelassen zu haben, was zu meiner Wiederherstellungdienen konnte, so bleibt mir nur noch übrig, daß ich fürmich selbst sorge. Ich wollte euch Dieß nicht vorenthalten.Ich bin nämlich fest entschlossen, aufzuhvren, meine Krank-heit ferner zu nähren. Denn mit Allem, was ich in diesenTagen von Nahrungsmitteln zu mir nahm, habe ich meinLeben nur dazu verlängert, daß ich meine Schmerzen ohneAussicht auf Rettung vergrößerte. Daher bitte ich ench,sür's erste, daß ihr meinen Entschluß billigt, für'« zweite, daßihr euch mit vergeblichen Abhaltungsversucheu nicht bemüht."

22. Er sprach diese Worte mit solcher Ruhe-in Stimmeund Miene, daß er nicht aus dem Leben hinweg, sonder»von einem Haus in ein anderer zn ziehen schien; und alsnun Agrippa unterThräncn und Küssen ihn bat und beschwur,daß er das Ziel, zu welchem die Natur einmal nvthige, sichnicht selbst noch verkürzen, und, da er auch jetzt noch dieseLeiden überwinden könne, sich ihm und den Seinigen erhaltenmöchte, hemmte er seine Bitten durch schweigende Unbeug-