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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
291
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Zehnter Gesang.

108.

Ich meine jenen Ring, den BradamanteBrunellen nahm, nm Rüd'gern zu besrei'n,

Und durch Melissen ihm nach Indien sandte,

Zur Rettung aus Alcinens Trügerei'n.

Melissa, wie ich euch gesagt, verwandteDen Ring, uni Vielen Hülse zu vcrleihn.

Dann hatte Rüd'ger ihn zurückbekommen,

Der ihn seitdem nicht von der H and genommen.

ros.

Damit er nicht des Schildes Glanz bestreite,Steckt er ihn jetzt der Schönen an die Hand ;

Daß er zugleich den Augen Schutz bereite,

Die schon ihr'Netz um Rüd'gers Herz gespannt.Das Ungcthüm, des halben Meeres WeiteMit seinem Bauche deckend, kommt zum Strand;Doch Rüd'ger paßt ihm auf, die Hüll' entraffendUnd gleichsam eine zweite Sonn' erschaffend.

rro.

Des Schildes Zauberlicht schießt auf der StelleDem Thier in's Ang' und wirkt dem Brauche nach»So wie der Schuppenfisch, wie die ForelleHinunterfährt im kalkgetrübtcn Bach,

So stürzt das Unthier in beschäumter WellePlötzlich herum mit ungeheuerm Krach.

Der Ritter stößt drauf los, ganz überschwänglich,Doch jeder Wunde bleibt es unzugänglich.

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