Anmerkunge n.
Erster Gesan g.
St. I. Bekanntlich ist Ariost's rasender Roland die Fort-setzung deö verliebten Roland, eines unvollendet geblie-benen Gedichts des Grafen Bojardo. Wo dieser den Fadenfallen ließ, nimmt Ariost ihn wieder auf. Daher die vielen An-spielungen auf frühere Begebenheiten, deren Kenntniß derDichter bei seinen Lesern voranssetzen durste. So viel fürdeutsche Leser znm Vcrständniß dieser Anspielungen unent-behrlich ist, wird in der Kürze beigebracht werden.
Trojan, der Vater des Königs Agramant von Afrika,war durch Rolands Schwcrdt gefallen. Ihn zu rächen, unter-nahm Agramant den Krieg gegen Kaiser Karl den Großen,Rolands Oheim und Obcrherrn.
St. 3. Ariost (geb. 1474, gest. 1!>33) stand in Dienstendes Kardinals Hippolyt von Este, Sohnes des verstorbenenHerzogs Hercules I. von Ferrara und Bruders des regierendenHerzogs Alfons I. Eine Lebensbeschreibung des Dichters die-ser Nebersetzung beiznfügen, scheint unnöthig, da wir in Fer-now's Leb en Lod ov ic o Ariosto' s (Zürich 180U) eineso ausführliche und genaue Biographie desselben besitzen, wieselbst die Jtaliäner sich deren nicht rühmen können.
St. 4. Der hier erwähnte Rüdiger, einer dcrHaupthel-de» des Gedichts, wird als Stammvater des Hauses Este an-
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