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Theil 1 (1851)
Entstehung
Seite
33
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Zweiter Gesang.

Sie schwenkt den Ganl nnd treibt ans engem, ranhcnHolzweg' ihn eiligst durch den dichten Wald,

Indem gar oft die Augen rückwärts schauen;

Denn immer glaubt sie hinter sich Rinald.

"Nicht lang' ist sic gcstoh» voll Angst und Grauen,

/Da kommt durch's Thal ein Eremit gewallt.

Und würdig ist sein Ansehn, fromm nnd bieder»

Vom Alter und vom Faste» schwach und kränklich,Zog er auf einem Esel träg' einher ;

Und von Gewissen schien er höchst bedenklichUnd schen zu seyn, wie Wohl kein Andrer mehr.Kaum sieht er das Gesicht, so nberschwänklichMit Reiz geschmückt, der Jungfrau, hold und hehr,Da wird sein schwach nnrüstiges Gewisse»

Vom regsten Trieb des Mitleids hingerissen.

I DaS Fräulein eilt, ihn nach dem Weg zu frage»,»Der sie geleit' an einen Havenort;

«Denn nichts mehr soll man von Rinald ihr sagen,»Drum will sie lieber gleich aus Frankreich fort.»Der Mönch, in Nckromantik wohl beschlagen,»Ermuthigt sie durch manches Tröstungswort,lEr wolle gleich von aller Noth sie heilen;

?Scin langer Bart reicht auf die Brust hernieder,

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Und in die Tasche greift er ohne Weilen.Ariosto I.