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Zweiter Gesang.
9.
Mit langen, kurzen und verstellten StreichenZeigt Jeder sich im Spiel als Meister groß.
Bald sieht man hoch sie stehn, bald duckend schleichen,Bald wohl gedeckt und bald ein wenig bloß;
Bald muthig vorwärts gehn, bald wieder weichen,Abschlagen bald und meiden bald den StoßUnd rasch sich drehn; lind, wo den Ort verlassenDes Einen Fuß, des Andern Fuß ihn fassen.
10 .
Jetzt, siehe! dringt Rinald, mit Wut im Blicke,Den Hieber schwingend, auf den Gegner ein.
Der hält den Schild ihm vor im Augenblicke,
Er war mit gutem Stahl gedeckt, von Bein;
Doch ihn durchhaut Ansberts, trotz der Dicke,
Und rings ersenfzt und schallt der ganze Hain.Äkie sprödes Eis sind Bein und Stahl zerblättert,Und des Circassers Arm bleibt wie zerschmettert.
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Kanin aber sieht das Fräulein, angst und bange,Welch Unheil dieser wilde Streich gethan, '
Und schnell erbleicht vor Furcht die schöne Wange,^ > Wie Missethätern, die der Richtstatt nahn.
Nicht räthlich scheint, hier zu verzieh» noch lange,Soll nicht Rinald zur Beute sie empfahn;
Rinald, den sie mit gleicher Stärke haßte,
Womit er sie in heißer Lieb' umfaßte.